Ein Sommerabend
Ich sitze am See, die Füsse im Wasser, und für einen Moment fühlt sich alles an wie im Süden.
Ich sitze am See, die Füsse im Wasser, und für einen Moment fühlt sich alles an wie im Süden.
Vielleicht kennst du diesen Moment mitten im Tag. Du sitzt im Auto an einer roten Ampel und obwohl das Radio läuft, bist du plötzlich ganz woanders mit deinen Gedanken. Oder du räumst die Küche auf, beantwortest Nachrichten, gehst noch schnell einkaufen — und mitten in all dem taucht sie wieder auf: diese leise Stimme in dir. Ein Gedanke. Eine Idee. Ein Wunsch. Etwas, das schon länger in dir lebt und trotzdem immer wieder warten muss, bis „irgendwann einmal“ der richtige Moment kommt. Doch vielleicht wartet das Leben gar nicht darauf, dass du perfekt vorbereitet bist.
Heute war ich im Baummuseum – einem Ort voller Ruhe, Kraft und leiser Geschichten. Zwischen uralten Bäumen, die hier ein neues Zuhause gefunden haben, stand ich plötzlich vor zwei riesigen Gummistiefeln des Künstlers Lilian Bourgeat.
Und ich musste lächeln.
Denn auf einmal fühlte ich mich klein. Wirklich klein. Fast wie ein Kind in einer Welt, die für Erwachsene gebaut wurde. Ich schaute nach oben, staunte – und fragte mich unweigerlich: Wo ist wohl der Gärtner, dem diese Stiefel gehören?
„Es hat sich sooo viel getan….“ meldet mir eine Kundin zurück, nach einer Behandlung.
Du liest Nachrichten und fühlst dich berührt. Kennst du das? Vielleicht spürst du in solchen Momenten Traurigkeit, Sorge, Betroffenheit, Wut oder Hilflosigkeit. Dein Herz ist offen – und das ist gut so. Mitgefühl gehört zu uns.
Zwei ungeborene Zwillinge unterhalten sich im Bauch ihrer Mutter. „Sag mal“, fragt der eine, „glaubst du eigentlich an ein Leben nach der Geburt?“
Ein weiteres Jahr voller Leben, Erfahrungen, Begegnungen und Geschichten findet seinen Abschluss. Kaum ist der letztjährige Jahresbeginn verklungen, steht schon wieder ein neuer vor der Tür.
Es ist diese besondere Phase im Jahr, in dem sich die Zeit für mich jedes Mal ein wenig verwandelt. Alles scheint langsamer zu fliessen, besonders dann, wenn es wirklich winterlich kalt wird und die Weihnachtstage in Blicknähe sind. U
Im Oktober habe ich oft an meine Mutter gedacht – an die vielen gemeinsamen Jahre, ihre Lebensfreude und ihre Fähigkeiten, an unseren gemeinsamen Weg, unsere Erfahrungen und Erlebnisse.
Heute Morgen liege ich im Bett, ohne Termine, ohne Verpflichtungen, keine Pläne. Ich geniesse die Stille, die Wärme der Decke und danach den ersten Schluck Kaffee. Dieses Aroma, der aufsteigende Dampf, die Wärme der Tasse in meinen Händen –